Meine Lieblingswelterbestätten

Vor kurzem habe ich auf dem Blog Anekdotique von Clemens Sehi den Artikel „UNESCO Welterbestätten, die es mir echt angetan haben“ über seine persönlichen Welterbe-Highlights gelesen und dabei gedacht, dass so etwas hier auf dem Blog auch noch fehlt. Darum gibt es hier nun meine Lieblingswelterbestättenliste, meine persönlichen „Top 5“, die ich von Zeit zu Zeit überarbeiten und aktualisieren werde.

Platz 5: Zeche Zollverein Essen

CollageZollverein KopieDie Zeche Zollverein hat bei mir persönlich einige große Pluspunkte: Sie ist in einer guten halben Stunde von Zuhause aus zu erreichen, man kann dort prima spazieren gehen, im Winter Schlittschuhlaufen, Kaffee trinken, Essen gehen, tolle Führungen auf dem Zechengelände mitmachen, die wechselnden Ausstellungen besuchen, die Architektur bestaunen, den manchmal leicht maroden Charme der rosteten Industrieanlagen auf sich wirken lassen und, und, und…Aus dieser Vorliebe für die einzige Welterbestätte des Ruhrgebiets sind hier auf dem Blog schon zwei Artikel entstanden: „Zeche Zollverein“ und „Kufenspaß auf Zeche Zollverein“ und es werden sicher nicht die letzten gewesen sein.

Platz 4: Herkulaneum

CollageHerculaneum KopieDer Besuch dieser Welterbestätte hat mich ins römische Reich entführt. Es ist erstaunlich wie gut die schönen Mosaike und die Farben der Wandmalereien erhalten sind. Dadurch, dass man über die originalen Straßen mit ihren dicken Pflastersteinen und hohen Bürgersteigen die Stadt erkundet, bekommt man auch einen guten Eindruck vom Aufbau einer römischen Stadt. In manchen Häusern läuft man über die 2000 Jahre alten Fußböden, was für den Besucher jetzt zwar toll, aber konservatorisch eine echte Katastrophe ist. Einen ausführlichen Bericht über meine Zeitreise im Schatten des Vesuvs findet ihr in „Das antike Herculaneum – Zeitreise ins Imperium Romanum“.

Platz 3: Siena

CollageSienna KopieDie Fahrt in die Toskana war vor langer Zeit (16 Jahre sind eine lange Zeit, oder?) meine erste „Kultur-Reise“ und ich habe mich sofort in Siena verliebt. Wir waren Ende September da, nach einem Stadtfest oder Ähnlichem, denn die engen Straßen waren mit Fahnen, Wimpeln und gemalten Plakaten geschmückt, deren Farben sich von den terracottafarbenen Steinen der Hauswände abhoben. Die mittelalterlich geprägte Altstadt, für die Siena 1995 zur Welterbestätte ernannt wurde, hat mich sehr beeindruckt. Wir haben an der Piazza del Campo in der Sonne gesessen, sind den Torre del Mangia des Palazzo Publico hochgeklettert, haben von dort den Ausblick über die Stadt genossen und auch den Dom von Siena (Cattedrale di Santa Maria Assunta) erkundet. Während ich hier sitze und die analogen Fotos durchblättere, stelle ich fest, dass ich Siena auf jeden Fall mal wieder besuchen muss. P.S.: Das oben erwähnte Stadtfest war nicht der Palio, das zweimal im Jahr stattfindende Pferderennen. Das würde ich mir auch nie ansehen, denn so eine Tierquälerei sollte man nicht unterstützen.

Platz 2: Barcelona Sagrada Familia

CollageSagrada KopieDie Werke Antoni Gaudís in Barcelona gefallen mir so gut, weil sie so anders sind. Ich liebe bunte, kräftige Farben und Dinge, die aussehen, als kämen sie aus dem Reich der Fantasie und genau so sehe ich die Architektur Gaudís. Sein Hauptwerk, die noch unvollendete Sagrada Familia bezaubert durch die farbigen Lichtstrahlen, die durch die Buntglasfenster auf den weißen Innenraum fallen, durch eine Deckenkonstruktion aus Sternen und Blumen, die auf geriffelten Stengeln ruhen und eine Fassade, die mehr nach Sandburg als nach Kirche aussieht. Noch mehr Schwärmerei für die Werke von Antoni Gaudí und natürlich schöne Fotos findet ihr in meinen beiden Barcelona-Artikeln „Sagrada Familia – Eine Kathedrale aus Licht und Farbe“ und „Casa Batllò – Parc Güell“

Platz 1: Istanbul

CollageIstanbul KopieDie Stadt am Bosporus ist mein absoluter Favorit. Schon allein die Tatsache, dass sie auf zwei Kontinenten liegt, macht sie interessant. Ich mag den Mix aus Orient und westlicher Welt und das Bummeln durch die Basare: kleine und kleinste Ladenlokale, die vor angebotener Ware fast überquellen und in denen man sich kaum bewegen kann, fein aufgeschichtete Gewürzberge und Süßigkeiten mit soviel Honig und Zucker, dass die Zähne zusammen kleben. Natürlich gehören die dem Welterbe zugehörigen Bezirke mit Hagia Sofia, Sultan Ahmet Camii (Blauer Moschee) und dem Topkapi Serail zu den Highlights, doch diese Stadt hat durch ihre so lange und wechselvolle Geschichte noch viel mehr zu bieten. Bis jetzt habe ich hier auf dem Blog in dem Artikel „Zauberhaftes Istanbul“ hauptsächlich über meinen Besuch in der Blauen Moschee berichtet, aber es wird auch noch einen Artikel über die Hagia Sofia und den Topkapi Serail geben. Besonders die kunstvoll auf Kacheln gemalten Ornamente und Muster, mit denen dort sowohl Fassaden als auch Innenräume ausgeschmückt sind, finde ich großartig und sehenswert.

Welches ist eure Lieblings-Welterbestätte? Auf Instagram stelle ich euch im Zusammenhang mit diesem Artikel ab Montag meine fünf schönsten Welterbe-Fotos vor (und dabei kommen auch andere Welterbestätten als die hier schon genannten dran). Schaut doch mal vorbei und postet ein Bild eurer Lieblings-Welterbestätte oder euer schönstes Welterbebild unter #lieblings_welterbe. Ich freue mich auf eure Bilder!

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