Die Werke Antoni Gaudís in Barcelona – Teil 2

Casa Batlló – Parc Güell

Die Casa Batlló und der Parc Güell sind zwei weitere herausragende Werke des Modernisme. Ähnlich wie die Sagrada Familia tragen sie Gaudís ganz persönliche Handschrift. Als wir den Passeig de Gràcia heruntergehen, ist auch ohne Blick in den Stadtplan schnell klar, welches Gebäude die gesuchte Casa Batlló ist. Hier könnte ich sofort einziehen.

Casa Battlo 3Casa Battlo 2

 

 

 

 

 

 

Casa Battlo 1

Die Fassade ist mit bunten Keramik- und Glaselementen verziert, die wie verstreute Blüten aussehen. Die Balkonverkleidungen erinnern mich spontan an venezianische Masken und das Dach würde auch meiner persönlichen Villa Kunterbunt gut stehen. Erst später erfahre ich, dass diese verschiedenen Elemente des Hauses mit der Legende des heiligen Georg, der mit einem Drachen kämpfte und ihn tötete, in Verbindung gebracht werden. Das Dach stellt den schuppenbedeckten Drachenrücken dar, das Kreuz auf dem Turm die Lanze Georgs. Die Balkone symbolisieren Totenköpfe und die Gallerie im ersten Stock des Gebäudes steht für das Maul des Drachen oder für Knochen. Aus.diesem Grund wird das Haus in Barcelona auch das „Knochenhaus“ oder „Drachenhaus“ genannt. Also insgesamt doch nicht so freundlich-fröhlich, wie ich es beim ersten Anblick gesehen habe. Mir hat die Idee mit dem venezianischen Karneval besser gefallen. Die Räume der Casa Batlló können gegen Eintritt besichtigt werden.

Dem Passeig de Gràcia weiter folgend ist die nächste Station auf unserem SRolltreppe Parc Güelltadt- bummel die Casa Milà – und hier ist es dann mal wieder so weit: der Gerüstbauer war schon vor uns da. Das ganze Haus ist von oben bis unten eingepackt, nur die über die Gerüste gespannten und bedruckten Stoffbahnen lassen die Form des Hauses erahnen (Sommer 2014). Also schieben wir die Casa Milà auf den nächsten Barcelona-Besuch und fahren stattdessen in den Parc Güell. Von der Metro Station Vallcarca aus geht es steil den Berg hinauf zum oberen Eingang des Parc Güell. Zum Glück helfen einige Rolltreppen, die Steigungen zu überwinden (aber nur bergauf).

Von vielen Stellen des terrassenförmig angelegten Parks hat man einen fantastischen Ausblick über Barcelona bis zum Meer.

BarcelonaAnsicht

Die im Park angelegten Arcadengänge, Häuser und Plätze passen sich harmonisch in die Vegetation ein, so dass an vielen Stellen erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist, was natürlich und was künstlichen Ursprungs ist, denn viele Element bilden pflanzliche Strukturen verblüffend real nach.

Parc Güell 3

Parc Güell Arkade

 

 

 

 

 

 

 

Besonders sehenswert sind natürlich die von Gaudi geschaffenen Gebäude im Park, die Säulenhalle und der darüber liegende Forumsplatz. Für diesen Teil des Parks muss allerdings Eintritt gezahlt werden, man kann ihn aber auch von außerhalb der kostenpflichtigen Zone gut einsehen. Der Forumsplatz ist von einer in schlangenlinien geführten Bank umschlossen, die von außen und innen mit bunten Mosaiken verziert ist, die dem Platz ein fröhlich buntes Bild verleihen. Sie wurden von Josep Maria Jujol i Gibert angelegt, der mit Gaudi auch schon zusammen an der Casa Batllò und der Casa Mila arbeitete.

Parc Güell 1

Die beiden ehemaligen Pfötnerhäuser am Parkeingang haben mich sofort an Lebkuchenhäuser mit dicker Zuckergußschicht erinnert – Knusperhäuschen mitten im Sommer!

Park Guell Haus Gaudi BarcelonaWeitere Informationen zur Casa Batllò und dem Parc Güell findest du auf den folgenden Internetseiten:

Parc Güell

Casa Batllò

Hier geht die Barcelona – Reise weiter: Die Werke Antoni Gaudis in Barcelona – Teil 1

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2 Kommentare bei „Die Werke Antoni Gaudís in Barcelona – Teil 2“

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